Montag, 10. März, 19.30 Uhr
Cinema Ahlen, Alter Hof

Das radikal Böse

Filmvorführung mit Diskussion

Das radikal Böse

Dokumentarfilm, Deutschland/Österreich 2013, 96 Min., ab 12 J., Prädikat: Besonders wertvoll!

Wie werden aus ganz normalen jungen Männern Massenmörder? Warum töten Familienväter Tag für Tag, jahrelang, Frauen, Kinder und Babys? Warum verweigerten so wenige den Befehl, obwohl es ihnen freigestellt war? Oscar-Gewinner Stefan Ruzowitzky (»Die Fälscher«) erzählt spannend und bewegend von den systematischen Erschießungen jüdischer Zivilisten durch deutsche Einsatzgruppen in Osteuropa und der Suche nach den Ursachen des Bösen. Wir hören die Gedanken der Täter aus Briefen, Tagebuchaufzeichnungen und Gerichtsprotokollen, sehen in junge Gesichter. Ergänzt durch historische Aufnahmen, die Aussagen renommierter Forscher und die überraschenden Ergebnisse psychologischer Experimente führt der Film hin zu »dem radikal Bösen«, einer Blaupause des Genozid.

Plakat Das radikal Böse Nach dem Film diskutieren Dr. Monika Friedrich, Dr. Hans W. Gummersbach und Dietmar Hecht mit dem Produzenten Wolfgang Richter über den Film.

Moderation: Rudolf Blauth (VHS)
Eintritt: 8,- EUR
Platzreservierung: www.cinema-ahlen.de
(Tel. 02382 / 9409-805)

Cinema Ahlen

Im Anschluss an den Film »Das radikal Böse«:
Diskussion mit Filmproduzent Wolfgang Richter

Wolfgang Richter Seit 40 Jahren beschäftigt sich der Darmstädter Dokumentarfilmregisseur Wolfgang Richter mit der jüngsten deutschen Geschichte. 2012 nahm er Kontakt zu dem österreichischen Regisseur und Historiker Stefan Ruzowitzky auf, der sich seit seinem Film »Die Fälscher« intensiv mit der Tätergeneration beschäftigt. Ruzowitzky entwickelte die Idee, von einer sozialpsychologischen Fragestellung auszugehen: Wie werden aus ganz normalen Männern Massenmörder?

Nachdem die Finanzierung mit Co-Produzenten aus den USA gescheitert war, stiegen HessenInvestFilm, das österreichische Filminstitut, der Deutsche Filmförderfond, ORF und ZDF sowie Koproduzent Josef Aichholzer mit ins Boot. Gedreht wurde auf einem ehemaligen Kasernengelände der US-Armee in Hanau, in Frankfurt/Main, Bremen, Paris und im Osten der USA. 2012 reiste das Team in die Ukraine zu den Schauplätzen der Massentötungen an den Juden. Die Dreharbeiten fanden dort im Spätsommer statt, genau wie damals die Massaker.