Mittwoch, 9. März 2016, 19.00 Uhr
Interreligiöses Museum

Jürgen Gojny M.A.: Jüdisches Leben in den Altkreisen Beckum und Warendorf in schicksalsschwerer Zeit

Vortrag und Diskussion

Die Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahre 1933 markierte auch für die jüdischen Gemeinden in Warendorf, Ahlen, Beckum und Oelde den Beginn eines Zivilisationsbruchs, der alle jüdischen Menschen in Deutschland und später auch im europäischen NS-Machtbereich heimsuchen sollte. Zwischen 1933 und 1941 sorgte der Antisemitismus der NS-Diktatur für die planmäßig in Szene gesetzte Verfolgung der jüdischen Menschen zwischen Ems und Lippe. Der Bogen der NS-Repressionen erreichte mit der Reichspogromnacht 1938 und den Deportationen in die Vernichtungslager seinen »Höhepunkt«.

Jürgen Gojny

Jürgen Gojny (Dortmund) ist freiberuflicher Historiker. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählt u.a. die regionale und lokale Geschichte Westfalens. Er wird in seinem Vortrag u.a. den Fragen nachgehen:

• Wie vollzogen sich die antisemitischen Maßnahmen der NS-Behörden in der Region zwischen Ems und Lippe?
• Wer zog den Gewinn aus der Vertreibung bzw. Auswanderung der Betroffenen?
• Wie verhielt sich die nichtjüdische Bevölkerung?

Ort:
Interreligiöses Museum im Goldschmiedehaus, Oststr. 69