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Die Bundeswehr und die Last der Geschichte?

Auszug aus dem Bericht des "Ahlener Tageblatts" vom 20. Mai 2005
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Das Gymnasium St. Michael hätte es sehr begrüßt, zur Vorbereitung auf das Projekt und die Reise auch die Bundeswehr als Gesprächspartner zu gewinnen. Selbst auf ein informelles Vorgespräch habe sich der zuständige Jugend- und Presseoffizier jedoch nicht eingelassen. Auf diesem Hintergrund sei es als "befremdend konsequent" empfunden worden, dass die Bundeswehr ausgerechnet am 60. Jahrestag des Kriegsendes, mit ihrer langen Ahlener Tradition brach und an der Kranzniederlegung der Stadt für die Opfer von Krieg und Gewalt am Mahnmal auf dem Marktplatz nicht teilnahm. Dienstliche Verpflichtungen bzw. Krankheit seien laut Bundeswehr dafür verantwortlich gewesen.

Der Eindruck habe sich jedoch aufgedrängt, so Projektleiter Dietmar Hecht, Lehrer am St.. Michael, dass zwischen dem auffälligen Traditionsbruch und der Anwesenheit der serbischen Gäste bei dem Gedenken am 8. Mai ein Zusammenhang bestand. "Fürchtete man, die langen Schatten der Geschichte?" Wie dem auch sei, gelernt hätten die Schüler aus den, wie sie meinen, "Ausflüchten" der Bundeswehr für ihre Reise nach Kraljevo: Von den Schatten der Geschichte werde man eingeholt. Es nütze nichts, davor den Kopf in den Sand zu stecken.

Bei ihren Recherchen vor Ort in der nächsten Woche werden sie sich deshalb bewusst mit den Schatten von 1941 und 1999 konfrontieren, sie aber auch in ihrem Unterschied zu beurteilen lernen. Nato-Intervention und Wehrmacht-Massaker sind nicht gleichzusetzen; Wehrmacht und Bundeswehr sind deutlich zu unterscheiden! So sehen das auch die serbischen Partner. Das war bereits ein Kerngedanke der gemeinsamen Ausstellung "Eisernes Kreuz: 3 x Krieg im Blick", die am 8. Mai im Foyer des Rathauses eröffnet wurde.

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